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Die Geschichte der Familie Hussy - und wo kommt dieser Name her?

Als im Jahre 1688 die türkisch-serbischen Truppen die ungarische Festung Muncacs an die kaiserlichen Truppen übergaben, fanden die Kaiserlichen im Türkentroß auch einen Knaben namens Husseyn, der aus einem vornehm arabischen oder türkischen Geschlecht stammen mußte. In den Wirren des Krieges hatte er den Vater, auf der Flucht wohl die Mutter verloren. Den Kriegsknechten gefiel der geweckte Junge, und so nahmen sie ihn nach dem Kriegsbrauch jener Zeit mit sich und schließlich zurück nach Deutschland. Auf diese Weise kam der kleine Husseyn nach Mainz (vielleicht hing die Verbringung des Jungen nach Mainz mit den Schönbornschen Besitzungen in Muncacs zusammen). Dort wurde er christlich erzogen und auf den Namen Philipp Adolf Hussy getauft. Später wurde er wohl auf Veranlassung des Mainzer Kurfürsten zum Jäger ausgebildet und dann als Bediensteter an den kurfürstlichen Jagd- und Forsthof in Waldaschaff angestellt und bekam als solcher auch Wohnung und Feld zugewiesen. Am 24. Juli 1698 heiratete er Anna Bachmann von Waldaschaff. Philipp Adolf Hussy wurde der Begründer einer zahlreichen Nachkommenschaft, die der Gemeinde einflussreiche Männer, Bürgermeister, Besitzer des Hammers, Priester, schenkte und noch heute im Dorf vertreten ist.

(nachzulesen in: Geschichte des Dorfes Waldaschaff und des Dorfes Keilberg, Dr. Dr. Wilhelm Büttner, Geistlicher Rat, erschienen 1961 in Kommission bei Paul Pattloch Verlag, Aschaffenburg)

 

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